Ereignisse

Die Kanonenbahnstrecke unterlag der Königlichen Eisenbahndirektion Frankfurt/Main seit ihrer Entstehung. In Eschwege wurde ein dazugehöriges Amt eröffnet, eine so genannte Eisenbahnmittelbehörde der Frankfurter Eisenbahndirektion. Seit 1895 wurde die preußische Eisenbahnverwaltung umstrukturiert. Dies ist verbunden mit der vermehrten Verstaatlichung privater Eisenbahnen. Auch die Königliche Eisenbahndirektion Kassel wurde wieder errichtet, zu der die Strecke Leinefelde-Eschwege von nun an zählte. Diese wurde 1922 umbenannt in die Reichsbahndirektion Kassel die 1974 aufgelöst wurde. Viele Akten und Unterlagen, die Kanonenbahn betreffend, gingen dadurch verloren.

Ab 1945 wurde die Strecke dem Reichsbahnamt Nordhausen zugeordnet. war die Reichsbahndirektion Erfurt für diese Strecke verantwortlich.

Unfälle

In der Nähe des Haltepunktes von Effelder am Mühlenbergtunnel-2 entgleiste der Personenzug 1336 am 4. September 1937 um 15.20 Uhr aus unbekannter Ursache. Die Lokomotive des Zuges stürzte um und vier Wagons entgleisten. Ein Reisender wurde schwerverletzt, drei Personen erlitten leichtere Verletzungen. Später entgleiste ein Zug unmittelbar vor der Lengenfelderbrücke, wobei wieder die Lokomotive umstürzte. Ein Schüler der Erziehungsschule im Schloss Bischofstein legte zum „Härtetest“ gesammelte Steine und verschiedene Mineralien auf die Schienen. Er war sich sicher der Konsequenzen, einen schwerwiegenden Unfall auszulösen, nicht bewusst. 1944 prallten ein Personenzug und ein rangierender Güterzug aufeinander. Ein Eisenbahner im Gepäckwagen erlitt einen Lungenriss. Noch im gleichen Jahr rollte ein Güterwagen selbständig vom Bahnhof Geismar los, der aber bei Schwebda aufgehalten werden konnte. Auch vom Bahnhof Lengenfeld kamen Güterwaggons ins Rollen und fuhren bis hinter den Prellbock bei Geismar.