Die Entstehung der Kanonenbahn

Die Kanonenbahn im Eichsfeld von Leinefelde nach Eschwege ist ein Teilstück der zu strategischen Zwecken erbauten Strecke Berlin - Metz. Damals nutzte man für die gesamte Bahnstrecke schon vorhandene Strecken, wie z.B.  die "Halle-Casseler Eisenbahn" und die "Main-Weser-Bahn". Man musste einige Verbindungslinien neu errichten.  Ursprünglich nannte man angeblich die gesamte Strecke "Kanonenbahn" aus drei vermutbaren Gründen. Einerseits baute man die Schienen aus Kanonen, andererseits wurde die Bahn teilweise von Reparationszahlungen nach verlorenem Krieg der Franzosen finanziert, oder aber der vorgesehene strategische Nutzen war ausschlaggebend für die Namensgebung. Doch als Kanonenbahn wurden nur die neu entstandenen Teilstrecken bezeichnet, da er sich im Volksmund stark verbreitete. Die Namen der schon vor dem Bau der Strecke Berlin-Wetzlar bestehenden Eisenbahnlinien blieben, aus Gewohnheit. Schließlich nannte man jedoch nur noch die Teilstrecke Leinefelde-Eschwege "Kanonenbahn". Somit ist der Bevölkerung dieser Name nur auf die Kurzstrecke bezogen bekannt. Wichtig ist es zu wissen, dass diese Bahn des Eichsfeldes eine Verbindung für die damalige Gesamtbahn bedeutete und ein Teil dieser ist.

Das Teilstück der "Gesamt-Kanonenbahn" nimmt in Leinefelde seinen Ausgangspunkt. Die Gesamtlänge dieser Kanonenbahnstrecke bis Eschwege beträgt 45,91 km.